Finanzverwaltung

Seit dem 1. Juli 2021 hat die Einwohnergemeinde Dürrenroth die Kernaufgaben der Finanzverwaltung (Finanzplanung, Budget, Jahresrechnung) an die Einwohnergemeinde Sumiswald ausgelagert. Bei Fragen oder Anliegen können Sie sich gerne an die Gemeindeverwaltung wenden, unsere Sachbearbeiterin Finanzen wird sich darum kümmern.

Die Finanzverwaltung erbringt eine Vielzahl von Dienstleistungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Behörden.

Die Hauptaufgaben sind:

  • Erarbeitung der finanz- und abgaberelevanten Entscheidungsgrundlagen zuhanden des Gemeinderates und der übrigen Organe (Tragbarkeit, finanzielle Auswirkungen auf Abgaben)
  • Erstellung des Finanzplanes und des Budgets
  • Erstellung der Jahresrechnung
  • Führung der Buchhaltung, bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz und Investitionsrechnung
  • Vermögensverwaltung der Gemeinde
  • Besorgung des Zahlungsverkehrs und des Inkassowesens
  • Beschaffung und Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel (Cash-Management)
  • Abwicklung des Barverkehrs
  • Abrechnung der Mehrwertsteuer
  • Abwicklung des gesamten Besoldungswesens und Abrechnung mit den verschiedenen Sozialversicherungen
  • Abrechnungen mit Bund und Kanton (Subventionen, Lastenverteilungssysteme)
  • Betreuung des Versicherungsportefeuilles

Begriffe aus dem Finanzwesen öffentlicher Verwaltungen:

Die Erfolgsrechnung

Sie umfasst den Aufwand (Wertverzehr) und den Ertrag (Wertzuwachs) einer Rechnungsperiode. Das Ergebnis der Erfolgsrechnung verändert das Eigenkapital bzw. die Verschuldung. Im Finanzplan werden Aufwendungen und Erträge von zukünftigen Rechnungsperioden ermittelt und deren Auswirkungen auf das Eigenkapital und die Verschuldung berechnet.

Die Bilanz

Die Bilanz umfasst den Ausweis der Aktiven und Passiven der Gemeinde Dürrenroth. Unter den Aktiven wird unterschieden zwischen dem Finanzvermögen und dem Verwaltungsvermögen. Im Finanzvermögen sind alle Vermögensteile bilanziert, die nicht unmittelbar zur Erfüllung der öffentlichen Aufgaben notwendig sind (z.B. strategische Landreserven, Liegenschaften, Wertschriften etc.). Das Finanzvermögen stellt im weitesten Sinn eine Liquiditätsreserve für die Gemeinde dar. Im Verwaltungsvermögen sind dagegen alle Vermögensgegenstände bilanziert, die zur öffentlichen Aufgabenerfüllung gehören, zum Beispiel die Schul- und Sportanlagen. Unter den Passiven sind die Schulden gegenüber Dritten sowie die Spezialfinanzierungen und das Eigenkapital ausgewiesen. Bei den Spezialfinanzierungen handelt es sich um Verpflichtungen gegenüber gebührenfinanzierten Sonderrechnungen (Wasser, Abwasser, Kehricht).

Die Investitionsrechnung

In der Investitionsrechnung werden die laufenden Investitionen ausgewiesen. Meist handelt es sich um mehrjährige Projekte. Anhand der Investitionsrechnung können der Projektfortschritt sowie die Einhaltung der gesprochenen Kredite herausgelesen werden.

Finanzkennzahlen

Je länger desto mehr nimmt die Bedeutung der Finanzkennzahlen für Städte und Gemeinden zu. Aus den Kennzahlen lässt sich die eigene Finanzkraft und somit die Bonität des öffentlichen Gemeinwesens herleiten. Anhand der Kennzahlen kann die Finanzlage der eigenen Gemeinde mit anderen gleichgelagerten Gemeinden oder mit dem kantonalen Durchschnitt verglichen werden. Die vier wichtigsten Kennzahlen sind:

Selbstfinanzierungsgrad

Der Selbstfinanzierungsgrad zeigt, wieviel Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert werden können.

Selbstfinanzierungsanteil

Der Selbstfinanzierungsanteil zeigt, welcher Anteil des Ertrages für Investitionen verwendet werden kann, nachdem die ordentlichen Ausgaben (laufender Haushalt) getätigt sind.

Zinsbelastungsanteil

Der Zinsbelastungsanteil gibt Auskunft über den Anteil des Ertrages, der allein für Schuldzinsen ausgegeben werden muss.

Kapitaldienstanteil

Der Kapitaldienstanteil gibt Aufschluss über den Anteil des Ertrages, der für den Kapitaldienst (Abschreibungen und Schuldzinsen) aufgewendet werden muss.