Finanzverwaltung

Die Finanzverwaltung erbringt eine Vielzahl von Dienstleistungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Behörden.

Die Hauptaufgaben sind:

  • Erarbeitung der finanz- und abgaberelevanten Entscheidgrundlagen zuhanden des Gemeinderates und der übrigen Organe (Tragbarkeit, finanzielle Auswirkungen auf Abgaben)
  • Erstellung des Finanzplanes und des Budgets
  • Erstellung der Jahresrechnung
  • Führung der Buchhaltung, bestehend aus Laufender Rechnung, Bestandesrechnung und Investitionsrechnung
  • Vermögensverwaltung der Gemeinde
  • Besorgung des Zahlungsverkehrs und des Inkassowesens
  • Beschaffung und Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel (Cash-Management)
  • Abwicklung des Barverkehrs
  • Abrechnung der Mehrwertsteuer
  • Abwicklung des gesamten Besoldungwesens und Abrechnung mit den verschiedenen Sozialversicherungen
  • Abrechnungen mit Bund und Kanton (Subventionen, Lastenverteilungssysteme)
  • Betreuung des Versicherungsportefeuilles

 

Begriffe aus dem Finanzwesen öffentlicher Verwaltungen:

Die Laufende Rechnung
Die Laufende Rechnung ist die Erfolgsrechnung einer öffentlichen Verwaltung. Sie umfasst den Aufwand (Wertverzehr) und den Ertrag (Wertzuwachs) einer Rechnungsperiode. Das Ergebnis der Laufenden Rechnung verändert das Eigenkapital bzw. die Verschuldung. Im Finanzplan werden Aufwendungen und Erträge von zukünftigen Rechnungsperioden ermittelt und deren Auswirkungen auf das Eigenkapital und die Verschuldung berechnet.

Die Bestandesrechnung
Die Bestandesrechnung umfasst den Ausweis der Aktiven und Passiven der Gemeinde Dürrenroth. Unter den Aktiven wird unterschieden zwischen dem Finanzvermögen und dem Verwaltungsvermögen. Im Finanzvermögen sind alle Vermögensteile bilanziert, die nicht unmittelbar zur Erfüllung der öffentlichen Aufgaben notwendig sind (z.B. strategische Landreserven, Liegenschaften, Wertschriften etc.). Das Finanzvermögen stellt im weitesten Sinn eine Liquiditätsreserve für die Gemeinde dar. Im Verwaltungsvermögen sind dagegen alle Vermögensgegenstände bilanziert, die zur öffentlichen Aufgabenerfüllung gehören, zum Beispiel die Schul- und Sportanlagen. Unter den Passiven sind die Schulden gegenüber Dritten sowie die Spezialfinanzierungen und das Eigenkapital ausgewiesen. Bei den Spezialfinanzierungen handelt es sich um Verpflichtungen gegenüber gebührenfinanzierten Sonderrechnungen (Wasser, Abwasser, Kehricht).

Die Investitionsrechnung
In der Investitionsrechnung werden die laufenden Investitionen ausgewiesen. Meist handelt es sich um mehrjährige Projekte. Anhand der Investitionsrechnung können der Projektfortschritt sowie die Einhaltung der gesprochenen Kredite herausgelesen werden.

Finanzkennzahlen
Je länger desto mehr nimmt die Bedeutung der Finanzkennzahlen für Städte und Gemeinden zu. Aus den Kennzahlen lässt sich die eigene Finanzkraft und somit die Bonität des öffentlichen Gemeinwesens herleiten. Anhand der Kennzahlen kann die Finanzlage der eigenen Gemeinde mit anderen gleichgelagerten Gemeinden oder mit dem kantonalen Durchschnitt verglichen werden. Die vier wichtigsten Kennzahlen sind:
Selbstfinanzierungsgrad
zeigt, wieviel Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert werden können.
Selbstfinanzierungsanteil
zeigt, welcher Anteil des Ertrages für Investitionen verwendet werden kann, nachdem die ordentlichen Ausgaben (laufender Haushalt) getätigt sind.
Zinsbelastungsanteil
gibt Auskunft über den Anteil des Ertrages, der allein für Schuldzinsen ausgegeben werden muss.
Kapitaldienstanteil
gibt Aufschluss über den Anteil des Ertrages, der für den Kapitaldienst (Abschreibungen und Schuldzinsen) aufgewendet werden muss.
 
 Die Berichte finden Sie unter Downloads.
 
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